Lichtkunst


LICHTKUNST

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20100430

3. Wir heben ab!
Über den Schwebezustand einer Gesellschaft

Entwurf für das Vorarlberger Landesmuseum während der Umbauphase. Der "Human Chart" ist eine Umdeutung eines graphischen Zitates aus der Finanzwelt des Jahres 2007 und verweist auf einen Höhenflug.

Manierismus und Leere 

Manieristische Merkmale haben wir heute wie im 16. Jahrhundert. Abheben und Schwebezustände sind nach der Renaissance zu beobachtende Zustände. Brueghel und Tintoretto bringen den Betrachter zum Schweben, El Greco seine Figuren. Bei Pontormos Kreuzabnahme tänzeln die Personen, die den toten Christus tragen, immer noch auf den Zehenspitzen. Ein wesentliches Motiv fehlt: das Kreuz. Neben der Schwerelosigkeit

20100314

2. Wir heben ab!
Über den Schwebezustand einer Gesellschaft

Entwurf für das Vorarlberger Landesmuseum während der Umbauphase. Abheben steht für Erfolg und Expansion. Das Abheben erzeugt in der Kunst Schwebezustände.


Schwebezustände in der Kunst der Gegenwart 

Nicht nur die Preise der "Neuen deutschen Kunst" schweben in ungeahnte Höhen, sondern auch ihre Motive und Malweisen vermitteln ein Abheben. Es entstehen "traumartige Landschaften, labyrinthische Räume, verlassene Interieurs, quasi-surreale Kombinationen". Die Umwelt ist bei manchen Malern ein "ortloser Innen- oder Außenraum, oft eine … an künstliche Simulationen erinnernde Welt". Es sind teilweise "figurativ collagierenden Rätselmaler" und ihre "Bilder betreiben eine dezidierte Enthaltung von gesellschaftlichen Fragestellungen" (1). In einigen Bildern schweben Figuren, der Betrachter beginnt zu schweben oder auf andere Weise scheint die Schwerkraft aufgehoben zu sein.

20100204

1. Wir heben ab!
Über den Schwebezustand einer Gesellschaft



Entwurf für das Vorarlberger Landesmuseum während der Umbauphase. Abheben steht für Erfolg und Expansion.


Die Ähnlichkeit zweier Systeme

Künstlerische und wirtschaftliche Entwicklungen scheinen insbesondere in den letzten Jahren oder auch Jahrzehnten in einem sehr engen Zusammenhang zu stehen. Die Großbanken haben die Realwirtschaft auf Grund gesetzt. Durch Spekulationen haben sie sich selbst den Boden entzogen und sind nach einem Schwebezustand abgestürzt. Entgegen der Ansicht der Marktfundamentalisten hat sich auch in der Wirtschaft zunehmend eine Trennung in eine Real- und Finanzwirtschaft vollzogen. Letztere sollte ursprünglich der Realwirtschaft dienen, hat sich aber zunehmend verselbständigt. Diese Entwicklung läuft parallel zur Mediatisierung unserer Welt.

20091215

Bilder decken die Welt zu. Verhindert die globale Verdunkelung!
















Lichtinstallation in Bregenz, November 2009: Ein Glaskubus ist gefüllt mit leuchtendem Nebel und trägt die Aufschrift: "Bilder decken die Welt zu. Verhindert die globale Verdunkelung!"

20081103

Finanzkrise und Lichtinstallation

Die Beschreibung der
Lichtinstallation an der Herz-Jesu-Kirche

entstand im Sommer 2007 und enthält Analysen über den Zustand unserer Gesellschaft. Auf dem Wirtschaftssektor sind die beschriebenen Voraussagen eingetroffen. Von der „bunt schillernden Seifenblase“ die platzen wird, von der „Existenz auf Pump“ und vom System, das alles in sich aufsaugt, war dort schon die Rede (1).

20071227

Herz Jesu Kirche Bregenz mit Lichtinstallation




Am Silvesterabend 2007 wurde zum 100-jährigen Jubiläum eine Lichtinstallation an der Herz Jesu Kirche in Bregenz eröffnet. Sie ist bis zum 23. November 2008 zu sehen.
Lichtblitze treffen in unregelmäßgen Abständen zwischen beiden Türmen in das Gebäude. Die Häufigkeit nimmt jedoch bis zum Tag der Festmesse zu, bis ein permanentes Flimmern zu sehen ist.

20051229

Vom Weltbild zum Wunschbild
Die Grenzen unseres Bewusstseins
Es ist schwer SPRACHE UND BILD völlig voneinander zu trennen. „Jegliche Sprache ist ... unausweichlich metaphorisch, arbeitet mit ... Bildern, es ist ein Fehler zu glauben, dass irgendeine Sprache buchstäblich wörtlich ist.“(1) Auch der Ausspruch Wittgensteins „Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt“ in seinem Tractatus logico-philosophicus kann grundsätzlich auch auf Bilder übertragen werden. Das Aneignen der Welt und das Denken erfolgt gleichermaßen in Bild und Sprache. Soweit sind es auch referenzielle, ikonische Mittel, die auf etwas verweisen, im Verlaufe ihrer Verarbeitung aber nicht nur auf Konkretes, sondern auch auf Abstraktes.
Das bedrohte Subjekt
Meine Lichtobjekte sind eine Auseinandersetzung mit den Bedingungen für ein glückliches Dasein des Menschen. Arthur Schopenhauer verneint die Möglichkeit eines glücklichen Daseins, solange die Welt ist wie sie ist (1). Der Mensch will zwar glücklich sein, er weiß aber nicht wie er das bewerkstelligen soll. Es entstehen deshalb Wünsche, Träume und Phantasien. Diesem Grundbestreben des Menschen kommt die gegenwärtige mediale Entwicklung entgegen. Sie vermittelt uns Freiheit, Offenheit, Leichtigkeit, Grenzüberschreitung und Befreiung von unserer Körperlichkeit und ermöglicht gleich einer Droge die permanente Stimulation unserer Sinne.